Wenn in Zukunft eine Vielzahl von Einzelprodukte mit einem
RFID-Transponder ausgestattet wird, und so die Gesamtmengen stark
anwachsen, könnten sich Handlungsnotwendigkeiten ergeben. Begründet
würde der Handlungsbedarf durch die Werkstoffe, aus denen heute die
Transponder hergestellt sind.
Vor allem die metallischen Anteile, in erster Linie das enthaltene
Aluminium und Silber könnten in den technischen Verarbeitungsprozessen
der zu entsorgenden Abfälle zu einer Verunreinigung der daraus
gewonnenen Sekundärrohstoffe (Altpapier, Altpapier, Altglas,
Kunststoffgranulate) führen. Bisher besteht jedoch bei allen mit der
Frage befassten Experten (Hersteller, Nutzern, Entsorger,
wissenschaftliche Institute) noch große Unsicherheit, ob und ab welcher
Menge solche Transponder negative Auswirkungen auf die Umwelt haben
könnten.
Zurzeit gibt es keinerlei gesicherte Aussagen oder Studien zum Thema
Metallkontamination in den jeweiligen Abfallströmen bzw.
Recyclingfraktionen. Hinzu kommt die rasche technologische Entwicklung
bei der Transponderherstellung. Zum einen werden die Transponder und
damit auch ihr metallischer Anteil immer kleiner. Zum anderen werden
neue Transponder entwickelt, die zu hundert Prozent aus Kunststoff
bestehen.